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Schafgarbe erkennen – daran erkennst du Achillea millefolium

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zu den Pflanzen, die auf unseren Wiesen häufig zu finden sind. Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn wer Wildpflanzen sammeln und verwenden möchte, sollte nicht nur ungefähr wissen, wie eine Pflanze aussieht, sondern ihre charakteristischen Merkmale kennen.
Bei der Schafgarbe sind vor allem drei Dinge auffällig: ihre fein gegliederten Blätter, der feste aufrechte Stängel und die zahlreichen kleinen Blütenkörbchen.

Die Blätter – fein wie eine Feder

Eines der charakteristischsten Merkmale der Schafgarbe sind ihre stark gegliederten Blätter.
Der botanische Artname millefolium beschreibt genau diesen Eindruck: mille bedeutet „tausend“, folium „Blatt“. Die Bezeichnung bezieht sich auf die zahlreichen feinen Blattabschnitte, durch die das Blatt beinahe federartig wirkt.
Schaut man sich ein Schafgarbenblatt aus der Nähe an, erkennt man, dass es nicht einfach nur gezähnt ist. Es ist mehrfach und sehr fein geteilt.
Gerade diese filigrane Struktur ist ein Merkmal, das sich lohnt, einmal bewusst an der lebenden Pflanze anzuschauen.

Der Stängel – aufrecht und erstaunlich fest

Im deutlichen Gegensatz zu den feinen Blättern steht der Stängel.
Die Schafgarbe wächst aufrecht und besitzt einen relativ festen Stängel. Wer schon einmal versucht hat, eine kräftige Schafgarbe einfach mit den Fingern abzupflücken, kennt das: Sie lässt sich häufig erstaunlich schlecht abreißen.
Der Stängel ist meist behaart und im oberen Bereich verzweigt. An seinen Enden sitzen die zahlreichen kleinen Blütenkörbchen.

Die Blüten – viele kleine Körbchen

Was wir auf den ersten Blick als einzelne kleine weiße „Blüten“ wahrnehmen, sind bei der Schafgarbe kleine Blütenkörbchen.
Das liegt daran, dass die Schafgarbe zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, derselben Pflanzenfamilie wie beispielsweise Kamille, Löwenzahn oder Sonnenblume.
In jedem dieser kleinen Körbchen sitzen mehrere Einzelblüten.
Viele dieser Blütenkörbchen stehen wiederum dicht beieinander und bilden gemeinsam den auffälligen, relativ flachen Blütenstand der Schafgarbe.
Die Blüten erscheinen meist weiß, können aber auch einen rosafarbenen bis rötlichen Ton annehmen.

Eine Dolde? Nein.

Gerade aus einiger Entfernung kann der Blütenstand der Schafgarbe an eine Dolde erinnern. Botanisch ist er jedoch keine.
Das ist für die Pflanzenbestimmung ein wichtiger Unterschied. Die Schafgarbe gehört zu den Korbblütlern und nicht zu den Doldenblütlern (Apiaceae).
Bei echten Doldenblütlern sind die einzelnen Blüten anders angeordnet. Zu dieser Pflanzenfamilie gehören beispielsweise Wilde Möhre, Giersch und
Kümmel, aber auch giftige Arten wie Gefleckter Schierling oder Hundspetersilie.

Wo findest du Schafgarbe?

Schafgarbe begegnet uns häufig auf Wiesen, Weiden, Wegrändern und anderen offenen, eher sonnigen Standorten. Wenn du sie entdecken möchtest, lohnt es sich, nicht nur nach den weißen Blütenständen Ausschau zu halten.
Schau auf die ganze Pflanze:

Wie sehen die Blätter aus?
Wie ist der Stängel aufgebaut?
Wie stehen die Blüten zusammen?

Je öfter du eine Pflanze in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und an verschiedenen Standorten siehst, desto vertrauter wird ihr Gesamtbild.

Schafgarbe bestimmen heißt: nicht nur auf die Blüte schauen

Eine Wildpflanze sollte niemals anhand eines einzigen Merkmals bestimmt werden. Bei der Schafgarbe ergibt sich das charakteristische Erscheinungsbild aus mehreren Merkmalen:

  • fein und mehrfach gegliederte, fast federartig wirkende Blätter
  • aufrechter, relativ fester Stängel
  • meist vorhandene Behaarung an Blättern und Stängel
  • zahlreiche kleine Blütenkörbchen
  • relativ flacher, schirmartig wirkender Gesamtblütenstand
  • meist weiße, teilweise rosa bis rötlich getönte Blüten

Gerade beim Sammeln für die Verwendung beim Pferd gilt: Eine Pflanze, die du nicht sicher bestimmen kannst, bleibt stehen.

Schafgarbe in der Natur erkennen

Du möchtest die Schafgarbe direkt an der Pflanze sehen?
In meinem Reel zeige ich dir die Schafgarbe und ihre typischen Merkmale aus der Nähe.

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